Übersicht

Die Ganztagsgrundschule ist offen für Kinder aus allen Schulbezirken der Stadt Saarbrücken.

Unsere Schule hat einen besonderen Wochen- und Tagesablauf.

Unsere Schule will den Kindern ein Ort des Lebens und Lernens sein, an dem es ihnen gut geht und an dem sie sich wohlfühlen. Sie will ihnen vielfältige Anregungen für ihr Lernen und die Entwicklung geben.

Unsere Schule will die gesellschaftlichen Anforderungen mit den Interessen und Bedürfnissen der Kinder verknüpfen.

Unsere Schule will eine Schule für alle Kinder sein.

Unsere Schule ist offen für die Zusammenarbeit mit anderen sozialen und kulturellen Einrichtungen.

Unsere Schule kann von den Eltern verantwortlich mitgestaltet werden.

An unserer Schule wird eine sozialpädagogische Betreuung angeboten.



Die Ganztagsgrundschule ist offen für Kinder aus allen Schulbezirken der Stadt Saarbrücken

Bis zur Hälfte der Plätze stehen für Kinder zur Verfügung, deren Eltern eine außergewöhnliche familiäre und soziale Härtefallsituation geltend machen können. Die Vergabe regelt eine Aufnahmesatzung, die Mitglieder eines Aufnahmeausschusses treffen die Entscheidung. Die restlichen Kinder kommen nach dem Prinzip der Wohnortnähe aus dem näheren Einzugsbereich der Schule.

Die Grundlagen der pädagogischen Arbeit unterscheiden sich nicht von denen anderer Grundschulen.

Es gelten:

- die Richtlinien für die Arbeit in der Grundschule
- die Stundentafel für die Grundschule
- die Lehrpläne für die Grundschule

Besondere Regelungen ergeben sich aus der Ganztagsschulverordnung und aus dem pädagogischen Konzept der Schule.

Einzelne Bausteine daraus, die das pädagogische Profil der Schule in einem besonderen Maße bestimmen, werden im folgenden dargestellt.

Unsere Schule hat einen besonderen Wochen- und Tagesablauf

An unserer Schule gilt wie in den meisten Grundschulen die Fünf-Tage-Woche. Der Samstag ist frei, am Freitag Nachmittag schließt unsere Schule bereits um 12:20 Uhr. Die Kinder besuchen die Schule von 8:00 Uhr bis 15:45 Uhr. Von 15:45 Uhr bis 18:00 Uhr - am freien Nachmittag ab 12:20 Uhr - wird vom städtischen Amt für Kinder und Jugendliche eine Hortbetreuung angeboten. In den Oster- und Herbstferien findet jeweils von 8:00 Uhr bis 18:00 Uhr an Werktagen eine Ferienbetreuung statt.

Am Vormittag stehen die unterrichtlichen Angebote im Vordergrund, sie beziehen zusätzliche Übungszeiten mit ein. Hausaufgaben spielen in den ersten beiden Klassen nur dann eine Rolle, wenn sie den Unterricht mit vorbereiten oder außerschulische Erfahrungen mit in den Unterricht einbringen sollen. In den Klassen 3 und 4 helfen sie, die Kinder auf das eigenständige Erledigen schulischer Aufgaben zuhause, so wie es in den weiterführenden Schulen beansprucht wird, vorzubereiten. Sie werden allerdings dosiert erteilt und berücksichtigen den eingeschränkten zeitlichen Spielraum, den die Kinder nach 16:00 Uhr bzw. nach 18:00 Uhr noch zur Verfügung haben.

Der traditionelle 45-Minutentakt des Unterrichts wird aufgegeben. Arbeitszeiten liegen von 8:00 Uhr bis 9:55 Uhr und - nach einer halbstündigen gemeinsamen Pause für alle – von 10:25 Uhr bis 12:20 Uhr.

Innerhalb dieser groben Zeitstruktur planen die LehrerInnen zeitlich flexibel, angepasst an die kindlichen Bedürfnisse und an die sachlichen Erfordernisse.

In der Zeit von 12:20 Uhr bis 13:50 Uhr liegt die ungebundene Mittagsfreizeit.

Die Kinder essen gemeinsam, können einzelne Angebote im Freizeitbereich nutzen, im Außengelände spielen oder sich in die Klassenräume für ruhige Aktivitäten zurückziehen.

Das Essen der Kinder soll gesund und kindgerecht sein. Es ist nicht nur Aufnahme von Nahrung, sondern stellt auch eine bedeutsame soziale Situation dar. Die Kinder sollen lernen, mit den Speisen verantwortlich umzugehen (angemessen einzuteilen, nichts leichtfertig wegzuwerfen), Tischsitten einzuhalten und für die Tischgruppe verantwortungsvolle Aufgaben zu übernehmen (Vorbereitungs- und Aufräumarbeiten).

Von 13:50 Uhr bis 15:45 Uhr stehen unterschiedliche Freizeitangebote im Vordergrund. Diese können spielerischer, handwerklicher, sportlicher und musisch-kultureller Art sein. Persönliche Interessen der Kinder, ihre Begabungen und Fähigkeiten können aufgegriffen und gefördert werden.

Daneben gibt es am Nachmittag zum einen auch einzelne Unterrichtsangebote vor allem ab der Klassenstufe 3, zum anderen stehen den Kindern aber auch im offenen Freizeitbereich der Schule Freiräume zur Verfügung, in denen sie sich ohne – seien es auch noch so gut gemeinte – pädagogische Vorgaben aufhalten und ihre Freizeit selbstbestimmt gestalten können.

Unsere Schule will den Kindern ein Ort des Lebens und Lernens sein, an dem es ihnen gut geht und an dem sie sich wohlfühlen. Sie will ihnen vielfältige Anregungen für ihr Lernen und die Entwicklung geben

Die Kinder verbringen den weitaus größten Teil ihrer erlebten Tageszeit in der Schule, ihr Alltag ist davon weitaus mehr geprägt als bei Kindern in einer Halbtagsschule. Von daher ist es besonders wichtig, dass die Kinder sich gerne in der Schule aufhalten und sich dort wohlfühlen. Dies stellt besondere Anforderungen an die räumliche Gestaltung und an die Einrichtung.

In den Klassenräumen sollen die Kinder allein, mit Partnern und in Gruppen lernen können. Durch freien Zugang zu abwechslungsreichen und motivierenden Arbeitsmaterialien sollen sie zu selbständigem Lernen ermuntert werden. In allen Klassen nutzen die Kinder auch die neuen Medien, Computerlernplätze sind eingerichtet.

Im Freizeitbereich stehen Räume mit unterschiedlichen Nutzungsmöglichkeiten zur Verfügung. Sie sind so eingerichtet, dass die Kinder sich nach Möglichkeit nicht in ihren verschiedenen Aktivitäten gegenseitig beeinträchtigen. Zonen ruhiger Beschäftigung sind getrennt von aktiven Bewegungsräumen.

Flure dienen nicht nur dem Zugang und Durchgang. Wände und Schaukästen bieten Raum für Ausstellungen und Dokumentationen von Kinderarbeiten. Sitzecken sind in der Planung, die sowohl von Kindern als auch Erwachsenen beim Bringen und Abholen und zum Gespräch genutzt werden können.

Das Außengelände ist durch seine Bepflanzung, durch den alten Baumbestand und durch unterschiedliche Bodenbeläge in mehrere Zonen gegliedert. Bereiche der Ruhe sind von denen der Bewegung und aktiverer Spielmöglichkeiten abgegrenzt.

Unsere Schule will die gesellschaftlichen Anforderungen mit den Interessen und Bedürfnissen der Kinder verknüpfen

  • Das Kind steht im Mittelpunkt des Lernprozesses. Die Unterrichtsinhalte sollen lebensnah und an den kindlichen Erfahrungen orientiert sein.

    Dabei greift die Schule die Vorerfahrungen und Interessen der Kinder auf und hilft diese zu verarbeiten; sie bietet aber auch Gelegenheit, neue Erfahrungen mit der Umwelt zu sammeln. Der letztere Aspekt ist dabei gerade für eine Ganztagsschule von besonderer Bedeutung. Zahlreiche Erfahrungen können viele Eltern ihren Kindern außerhalb der Schule allein aus Zeitgründen nicht mehr ermöglichen.
     

  • Im Unterricht stehen aktive Formen des Lernens im Vordergrund.

    Kinder sollen lernen, selbst Fragen zu stellen und diese im handelnden und entdeckenden Umgang mit den Lerngegenständen zu lösen. Wissen wird so nicht nur über Sprache aufgebaut, sondern hat seine wesentliche Grundlage in den selbstgemachten Erfahrungen.
     

  • Lernen ist nicht nur die Anhäufung von Wissen, es findet in sozialen Situationen statt.

    Dem Arbeits- und Sozialverhalten der Kinder wird hohe Beachtung geschenkt. Mit anderen gemeinsam zu arbeiten und auf sie einzugehen gehört zum Lernprozess dazu. Die eigenen Interessen mit denen der anderen Kinder abzustimmen ist für viele schwierig, denn dies bedeutet auch Grenzen zu akzeptieren und bei Konflikten friedliche Lösungen zu suchen. Kinder müssen erkennen, dass im Zusammenhang und in der Zusammenarbeit Absprachen und Regeln erforderlich sind. Wenn sie diese selbst miterarbeiten und sie mit anderen aushandeln können, sind sie leichter zu akzeptieren und einzuhalten. Im Klassenrat – der Versammlung der Klassensprecherinnen und Klassensprecher – werden auftretende Probleme und die Möglichkeiten ihrer Lösung regelmäßig besprochen.
     

  • Kinder kommen mit unterschiedlichen Lernvoraussetzungen zur Schule.

    Sie lernen nicht alle auf die gleiche Art und Weise und im gleichen Lerntempo. Kindern gerecht zu werden bedeutet: es kann nicht immer zur gleichen Zeit von allen dasselbe erwartet werden. Von daher ist der Unterricht darauf abzustellen und zu differenzieren.
     

  • Schulisches Lernen vermittelt gesellschaftlich notwendige Wissensinhalte.

    Dies gelingt besonders gut, wenn es gelingt, Kinder zum selbständigen Lernen zu ermuntern und ihre Freude am Lernen zu fördern. Wann immer es möglich ist, sollen Kinder ermutigt werden, ihre Arbeit eigenständig zu planen und zu organisieren. Wenn sie für ihre eigenen Lernprozesse Mitverantwortung übernehmen, können grundlegende Strategien für ein lebenslanges Lernen gelegt werden.

    Der Erwerb eines festgelegten Wissenskanons ist wichtig, ebenso aber auch die Aneignung von Fähigkeiten, die die künftige Auseinandersetzung mit der "Welt" begünstigen.

    Zentrale Aufgabe der Lehrperson ist es, geeignete Lernsituationen zu schaffen und den Kindern beratend und unterstützend zur Seite zu stehen.

Unsere Schule will eine Schule für alle Kinder sein

In der Ganztagsgrundschule sollen alle Kinder ihres Einzugsbereichs miteinander leben und lernen können.

Sie ist ein Ort der Integration von Kindern aus unterschiedlichen sozialen Schichten und verschiedenen Kulturen.

Die Schule nimmt auch behinderte Kinder auf. In einem Unterricht, der unterschiedliche Lernvoraussetzungen, Interessen und Bedürfnisse der Kinder mitberücksichtigt, erhalten sie individuelle Förderung und zusätzliche sonderpädagogische Unterstützung.

Es zeigt sich immer wieder, dass alle Kinder vom gemeinsamen Leben und Lernen einen Nutzen haben.

Den behinderten Kindern bleibt das Gefühl der Aussonderung erspart, sie gehören dazu, ihre Entwicklung kann auch durch die vielfältigen Modelle der anderen Kinder gefördert werden. Den nichtbehinderten Kindern eröffnen sich weitere soziale Lernmöglichkeiten. Rücksichtnahme und Hilfsbereitschaft werden gefördert, ein Klima der gegenseitigen Akzeptanz kann sich weiterentwickeln.

Im Einvernehmen mit der Schulverwaltung, dem Schulträger und den kooperierenden Sonderschulen werden die konkreten Bedingungen der Integration behinderter Kinder jeweils von den an der Schule eingerichteten Förderausschüssen im Einzelfall geprüft.

Unsere Schule ist offen für die Zusammenarbeit mit anderen sozialen und kulturellen Einrichtungen

Die Schule versucht durch Angebote außerschulischer Fachleute zusätzliche Akzente zu setzen und den Kindern Erfahrungsmöglichkeiten und Lernchancen zu bieten, die aus "Bordmitteln" nicht geleistet werden können.

In Zusammenarbeit mit der Kulturwerkstatt der Stadt Saarbrücken können wir regelmäßig eine Ballettgruppe anbieten, hinzu kommen immer wieder kleinere Projekte mit Künstlerinnen und Künstlern.

Seit Jahren werden im schuleigenen Rockstudio Kinder zum Musikmachen ermuntert. Die erste Band der Schule, die schon fast legendäre "Super Flimmer Schepper Band", brachte es zu einer eigenen Kassettenproduktion und zum Auftritt im Vorprogramm eines "Udo Lindenberg"-Konzerts. Die Folgebands "Pips Music Girls", "Five Fire Girls", "Funky Girls", "Jang Piepel" und "Ramba Zamba" traten mutig in die großen Fußstapfen. Aktuell rocken "Girls 4U" und "Pampers Rocker" an der Schule.

Gemeinsam mit bildnerischen Künstlerinnen und Künstlern haben die Kinder immer wieder die Möglichkeit, den schulischen Raum mit eigenen Werken zu gestalten. Diese setzen interessante Akzente zu der alten und etablierten Kunst am Bau. Regelmäßige Museumsbesuche und das Nutzen museumspädagogischer Angebote sollen bei den Kindern Neugier und Interesse an Kunst wecken, in der Reflektion können sie für eigene Arbeiten zusätzliche Anregungen finden.

Weiter gehören zum Alltag der Schule regelmäßige Theateraufführungen, vor allem mit den regionalen Kindertheatergruppen und eigene Produktionen gemeinsam mit dem theaterpädagischen Zentrum. Für die Förderung der Lesefreude haben die Veranstaltungen mit dem Friedrich-Bödecker-Kreis eine große Bedeutung: Mehrmals im Jahr stellen Kinderbuchautorinnen ihre Bücher vor, der persönliche Kontakt mit den Menschen, die hinter den Büchern stecken, verführt immer wieder neu zum Lesen und zur Auseinandersetzung mit dem Buch. Daraus entstehen viele eigene Texte, die häufig zu selbstgestalteten Büchern zusammengefasst werden.

Im sportlichen Bereich arbeiten wir seit Jahren mit der DJK Rußhütte-Rastpfuhl zusammen. Eine Übungsleiterin betreut eine Spielgruppe. Die Kooperation von Schule und Verein kommt beiden zugute. Das schulische Angebot wird ausgeweitet, der Verein kann für Kinder und Eltern durch eine aktive Freizeitgestaltung auch außerhalb der Schulzeit attraktiv werden.

Unsere Schule kann von den Eltern verantwortlich mitgestaltet werden

Über die formalen Möglichkeiten der Schulmitbestimmung hinaus eröffnet die Schule den Eltern zahlreiche Möglichkeiten für die Mitgestaltung des schulischen Lebens.

  • Sie können im Unterrichts- und Freizeitbereich mitarbeiten und dabei ihre speziellen Fähigkeiten und Erfahrungen einbringen.
     

  • Sie können durch ihre Mithilfe bei besonderen Projekten und Vorhaben zu einem lebendigen Schulleben ihren Beitrag leisten.
     

  • Sie können durch ihre Mitgliedschaft im Förderverein die Schule nicht nur ideell, sondern auch finanziell unterstützen.

Eltern nutzen diese Möglichkeiten unterschiedlich.

Zwar wollen alle, dass ihr Kind in der Schule gut versorgt und untergebracht ist, viele sind aber – vor allem aus zeitlichen Gründen – trotz guten Willens nicht in der Lage, sich mit der schulischen Lebenssituation ihrer Kinder näher zu befassen und darauf Einfluss zu nehmen.

Ein kleiner Kreis von Eltern ist allerdings außerordentlich engagiert, von der Vorbereitung des Schulfestes über die Diskussion und Mitentscheidung pädagogischer Fragen bis hin zur aktiven Mitarbeit in Elternvertretung und Förderverein.

Ihre Aktivitäten tragen mit zur Attraktivität der Schule bei, sie fallen ins Auge und prägen das Bild von "den" Eltern der Schule.

Die Mittel des Fördervereins der Schule haben über die Jahre immer wieder zusätzliche Anschaffungen ermöglicht, Tradition haben schon der kleine "Empfang" für die Eltern der Schulneulinge am ersten Schultag und das Begrüßungsgeschenk für die Kinder.

Der Aufbau der Schule war begünstigt durch die gute Zusammenarbeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit einer aktiven Kerngruppe von Eltern. Für eine weitere gute Entwicklung wird es bedeutsam sein, diesen Kreis auszuweiten.

An unserer Schule wird eine sozialpädagogische Betreuung angeboten

Weitere Informationen über den Bereich Schulsozialarbeit und Hort finden Sie unter dem Menüpunkt "Hort / sozialpädagogischer Bereich".